Reiseberichte

Einmal Nordkapp und zurück, 4 Wochen im Juli 2011

Hatte sich so ergeben bei Siggi und mir denn zuerst sollte Polarkreis
das nördlichste sein; ABER..., Solange man Träume noch LEBEN kann.....
(Bild 01 + 02)


Da Siggi nicht fahren kann habe ich aus Freundschaft diesen Fahrerjob
angenommen so gutes halbes Jahr vorher. Nachdem Siggi und ich Heiko
vor Ort besucht und Womo besichtigt haben war für Siggi es klare Sache
wegen Buchung. Habe umgehend zu Hause bei Frau und Familie mir dann
grünes Licht geben lassen. So bin ich am 30. Juni Nachmittags nach
Oberhausen um das Womo abzuholen. In Menden/Sauerland Siggi mit all
Ihren Sachen, über A2 gen Hannover zu mir und nachdem ich meine
Reisesachen drin hatte ging es schnurstracks nach Travemünde zu
unserer reservierten Fähre gen Helsinki/Finnland welche Nachts um 3
Uhr früh am 2.7. ablegte und nach so 30 Std. Ostseereise am So. 3.7.
gegen 9 Uhr in Helsinki einlief. Erwartete eigentlich etwas
Einreiseformalitäten, sprich Zeit. Nix von Alledem, runter von der
Fähre und fertisch, >>> Welcome to Helsinki <<<
(Bild 03)


Über die E 18 bis zur russischen Grenze. Mein Gott, Petersburg ,,nur
gute" 300 km entfernt und KEINER hat ein VISA!!!!! Dieser, wenn
möglich gewesen wäre ,,Abstecher"! Da darf nicht dran DENKEN, sooo
NAH! Gut, das Mittagessen an der Grenze war lecker; paar Km zurück und
auf der L387 zum Etappenziel Lappeenranta, Siggi will dort 2x Ü.N. Wir
haben keine feste Vorstellung bislang gehabt in der Planung Wie und Wo
wir diese guten 4 Wochen verbringen wollen. Klar, die größte
Holzkirche der Welt samt das Vasa-Museeum in Schwedens Stockholm, das
wollte Siggi noch einmal ,,in ihrem Leben" sehen. Weil Siggi aber
,,über Land" nur zurück will, habe ich den Polarkreis mit dem dortigen
finnischen ,,Weihnachtsdorf" mit eingebracht welches auch Siggi dann
neugierig macht.
Di. 5.7.; auf der 6 über Imatra, und nochmal ,,zum Greifen nahe" die
russische Grenze welche bei Jouklo am Simpelejärvi von der Strasse nur
noch durch Bahngleisanlagen getrennt ist. Kein Zaun, kein Schlagbaum,
Nix! Nach dem Simpelejärvi (See) auf die 14 abbiegen und vor
Savonlinna rechts nach Kerimäki an der 71. Siggi ist erfreut ,,Ihre
Kirche" wieder zu erkennen! Machen unser verspätetes Mittag bei der
Kerimäen Kirkko. Anschliessend steuern wir bei Savonlinna unseren
C-Platz an. Hier die Kerimäen Kirkko...
(Bild 04)


Mi. 6.7.; zurück durch Kerimäki auf der 71 zur 6, nordwärts über
Joensuu, am Pielinen-Järvi links lang und Oben ein Stück rechts auf
der 75 bis Nurmes (73) zum C-Platz.
Do. 7.7. das Stück zurück zur 6 und hoch in Kaajani zur 5 wechseln.
War dann das Mittagessen dort zu gut? Auf jeden Fall bemerke ich nicht
das Abbiegen sollen gen Norden am Oulu-Järvi und bleibe ,,tapfer" auf
der 5! Kupio, Kupio..., immer wieder zu lesen bis mir auf der Autobahn
bei Kupio dämmert dass gen Süden fahre!!! Schnell runter, Cappu
getrunken und die ganze ,,Chose" zurück auf der 5 bis Iisalmi, C-Platz
angesteuert, Schnauze voll, fertisch!!!
Fr. 8.7.; C-Platz lag schon bei der richtigen Strasse, der 88; also
bei Pulkkila auf die E 75 einschwenken, vor Oulu kommt die E 08 dazu.
Nach Kemi am Bottenviken Perämeri (Bottnischer Meerbusen) auf E 75
die ca. 100 Km bis Rovaniemi, dort will Siggi 3x Ü.N und reserviert
Waschtag für Tags drauf am Nachmittag. So ist Samstagvormittag für
Santa Claus(In)...
(Bild 05)


... und über Mittag(essen) Napapiiri Arctic Cirkle (Polarkreis) genügend Zeit.
(Bild 06)


So. 10.7. Diskussion dass eigentlich das Nordkapp nur noch 2
Tagesetappen entfernt ist. Planen also Zwischenstopp in Inari am
Inarisee.
Mo. 11.7.; weiter auf der E 75 über Sodankylä, Ivalo. Kurz drauf
wollen wir einfach einen C-Platz anschauen und entdecken eine schmale
Bergstrasse zu einem Aussichtspunkt welcher mit 20% Steigung 1Km
entfernt ist...
(Bild 07)


Einen Blick auf die Südzipfel des 80 km langen Inari-Järvi war toll!
(Bild 08)


Genauso toll (???) dass um Mitternacht auf dem C-Platz in Inari nun
taghell ist und Alles schläft? Man merkt es Abends schon gar nicht
mehr daß gleich Mitternacht sein könnte.
(Bild 09)


Mi. 12.7.; E 75 weiter bis Kaamanen, dahinter links auf die 92. Die 92
,,gefällt mir"! Wie Achterbahnfahren mit Kurven zwischen langen
Geraden wie sonst hier in Finnland nachdem man die 1000 Seen hinter
sich hat bis zum Grenzfluss Änarjohka nach Norwegen. Bis Karasjok noch
die 92, dann auf der E 06 durch die Finnmark und hier ,,stockt mir der
Atem"! denn Oben in der Finnmark plötzlich am Horizont dies...
(Bild 10)


... Fjordgebirge in Sicht! Werde innerlich positiv unruhig! Kurz vor
Lakselv steigt die E 06 ab zum Meer. Dort links haltend bis Olderfjord
auf E 06 noch. E 69 übernimmt. ... 212 m.u.h, also bis auf 212m unterm
Wasserspiegel geht es nach knapp 7 Km wieder ,,an Land" auf der
Nordkappinsel.
(Bild 11)


Den 4,5 Km langen Honnigsvägtunnelen und in der Bucht vor Honnigsväg
liegen zwei Kreuzfahrtschiffe welche wir später wieder im
Geirangerfjord treffen. Sehr stark aufsteigende 300 Höhenmeter und
nach 30 km sind wir gegen 18:30 am ZIEL!!! Nordkapp, 307 m; Wetter
macht zwar nicht mit, aber wir sind da! Zuerst wird Mittagessen jetzt
am Abend eingenommen und dann...
(Bild 12)


... MIR IST ZUM HEULEN!!! Im Hinterkopfe läuft der Hit von den ABBA`s
ab..., >>> I have a Dream <<< der sogenannte Moralische hat mich voll
erwischt. Einer meiner LEBENSTRÄUME ist nun erfüllt, was nun? Lachen
oder Weinen? Ich glaube dass krampfhaft Freudentränen unterdrücke in
diesem MOMENT!.....
(Bild 13)


Die Reisebusse kommen an diesen zwei Abenden immer so ab 22 Uhr
,,zuhauf" und sind spätestens ab 1 Uhr bei Schließung des
Nordkappcenters wieder weg. Also um Mitternacht viel
,,Nacht"gästebetrieb am Globus...
(Bild 14)


Mi. 15.7.; die Parkplatzgebühr gilt für 48 Std. Morgends wachen wir im
Nebel auf welcher aber bis Mittags sich verzieht. Aber der Blick vom
Kap gen Norden ist wie Gestern, eben wolkig und die Sonne schaut nicht
zwischen dem Spalt der Wolkendecke und Eismeer hervor. Nur ab und an
sind ihre Strahlen wie Scheinwerfer auch bei der zweiten Mitternacht
kurz zu sehen und so beschließe in um 1 Uhr früh am Do. 16.7. einfach
abzureisen. Bin nicht müde, also kann ich auch fahren bei
mitternächtlichem Tageslicht. Regen begleitet mich lange auf der
Nordkappinsel und bis Olderfjord zur E 06. Dafür erlebe ich Regenbögen
so oft hintereinander wie noch nie im Leben. Bis Alta am gleichnamigen
Fjord überquert man auf der E 06 den nördlichen Teil der
Finnmarksvidda, also durch Gebirge.
(Bild 15)


Den Altafjord halb umrunden und den Langfjorden bis zum Ende bei
Bognelv wollten wir einchecken auf dem C-Platz aber gegen 10 Uhr
machte die dortige Rezeption noch ,,nicht auf". Also über Land so 8 Km
rüber zum Kvaenangen um dort im Seitenfjord bei Alteidet auf dem
C-Platz endlich Schlaf nachholen zu können.
Fr. 15.7.; Nach überqueren der Sorstraumenbrücke hoch ins
Kvaenangensfjellet. Zum Bild..., über mir, die zwei Inselchen nach
rechts hinter den Bergrücken liegt Alteidet, meinen Start heute
Vormittag...
(Bild 16)


Mittagsrast in Skibotn am Lyngen welcher in den Storfjorden übergeht
und diesen ganz entlang bis Oteren.
(Bild 17)


Wieder Fjordgebirge überqueren nach Nordkjosbotn am Balsfjorden. Hoch
nach Heia 214m in den Mauken und runter nach Moen - Andselv -
Setermoen - ins Salangsdalen bis Fossbakken auf der E 06 und hinter
Fossbakken rauf auf gute 400m zum dortigen C-Platz im Gebirge.
Sa. 16.7.; Keine 30 km, und wir sind hier am Herjangsfjorden mit
Narvik etwa in Bildmitte auf der gegenüberliegenden Fjordseite.
(Bild 18)


Links dem Fjordausläufer lang um bei Traeldal links auf die E 10
abbiegen, den Kong Olavs veg. Knappe 30 km bis zu den Riksgrensen nach
Schweden bis zum hier noch 159 Km entfernten Kiruna Heute...
(Bild 19)


Diesen Troll vor der Grenze zu Schweden übersieht man wahrhaftig nicht!....
(Bild 20)


Am langen Torneträsk (see) auf 341m, lang über Abisko - Torneträsk -
übers Tornelappmark 603m bis Kiruna zum C-Platz dort...
(Bild 21)


So. 17.7.; auf der E 10 weiter bis/über Svappavaara - vor Gällivare
rechts ab auf 45 - Jokkmokk zum schwedischen Polarkreis...
(Bild 22 + 23)


... weiter zwischendurch mal mit dieser tierischen Gesellschaft welche
Uns öfters ab Lappland mal begegnen. C-Platz wird in Arvidsjaur
angefahren...
(Bild 24)


Mo. 18.7.; die E 45 bleibt unser Wegbegleiter wie auch bemerke dass
die mittelschwedische Bahn hier Uns oder Wir umgekehrt zusammen durch
das herrliche schwedische ,,Mittelgebirge" begleitet. In Vilhelmina
wird C-Platz angefahren.
Di. 19.7.; Dorotea - Strömsund - Östersund auf der E 45. Jetzt rechts
ab auf der E 14 ins Wintersportgebiet von Are. Etwas weiter kurz vor
Ann dann dieser schöne C-Platz...
(Bild 25)


Mi. 20.7.; über Grenze Norwegen ins Teveldalen weiter auf der E 14 bis
Stjerdalshalsen zur E 06 welche an Trondheim im Linksschwenk vorbei
führt bis Opdal. Die Schlucht welche aufs Dovrefjell hinaufführt ist
beeindruckend...
(Bild 26)


... nach Hjerskinn fahren wir links hinauf nach Furuhaugli, wieder zu
einem C-Platz im Fjell Oben...
(Bild 27)


Do. 22.7.; bei wunderschönem Wetter kurze Abfahrt nach Dombas. Rechts
auf der E 136 Richtung Romsdalen und Romsdanfjorden. Kurz bevor es das
Romsdal hinuntergeht sehen wir daß in unserem Zielgebiet ein richtiges
Tief festhängt!...
(Nild 28)


Naja, der wunderschöne Regenbogen dort hinten beruhigt einen wieder
weil man selten bei uns so ganz sehen kann wie hier...
(Bild 29)


Kurz vor dem Romsdalefjorden biegt man links ab auf die 63 welche über
den Trollstigen bis Geiranger und weiter führt. Hier am Fuss des
Trollstigen sehen wir nur hoch in die Wolken, also muss die Infotafel
herhalten wie es bei Sonne aussehen kann...
(Bild 30)


Hier die ersten zwei Kehren hinter uns mit Blick nach Unten zum ,,Einstieg"...
(Bild 31)


Ab der vierten Serpentinenkehre geht es rein in die Wolken...
(Bild 32)


Bei der anderen Wandseite kann ich kurze Zeit wegen kein Verkehr mich
ganz links auf der Gegenfahrbahn halten und mit ausgestrecktem linken
Arm aus dem Fenster ein paar Bilder beim langsam fahren schiessen,
hier Eines davon...
(Bild 33)


In den Wolken Oben gibt es nur Nebel, Nebel bis wir unten im Volldal
(mit -V-) diese Fährüberfahrt versehentlich ansteuern. Wollten normal
rechts die kurze Strecke bis Linge und dort die kurze Überfahrt nach
Eisdal um weiter auf der 63 zuerst rauf und dann runter nach Geiranger
fahren aber dieses ,,Vertan" mit zweieinviertel stündiger
Fährüberfahrt durch drei Fjorde nach Geiranger, das wollen wir nun
doch nicht versäumen!...
(Bild 34)


Einer von vielen einsamen Berghöfen...
(Bild 35)


An der Einfahrt in den Geirangerfjord welcher der schönste Norwegens
sein soll...
(Bild 36)


Kurz vor dem Ziel ,,die sieben Schwestern", der Wasserfall links und...
(Bild 37)


Wie heimlich erhofft ankern wirklich Kreuzfahrtschiffe, diese Zwei
(von Drei) erkenne ich erst zu Hause am PC dass es genau Dieselben
sind welche vor Honnigsväg/Nordkappinsel ankerten am12. Juli. Links
vom Bug des vorderen Schiffes liegt unser heutiger C-Platz mit Namen
Grande zu Recht wenn Schiffe ankern sieht das wirklich grandios aus!
Die Schornsteine rauchen und tatsächlich werden die Anker gelichtet
als wir auf unseren Stellplatz Uns eingerichtet hatten und dann
verlassen alle Drei nacheinander den Geirangerfjord...
(Bild 38)


Fr. 23.7.; die 63 hoch bis Ecke ,,Adlernest" zum Aussichtspunktparkplatz...
(Bild 39)


Gehe noch dort rüber zum Felsen etwas runter...
(Bild 40)


Oben Djupvasshytta und -see dort wieder im Nebel, durchs Breidabilk
runter und dort endet die 63 an der 15. Hier im Ottadalen immer noch
Wolkenverhangen...
(Bild 41)


Aber beim längeren Abendspaziergang beim C-Platz in Otta finden wir
schöne ,,Herbstnebel"-Motive...
(Bild 42)


Sa. 24.7.; auf der E 06 ab Otta bis vor Ringebu und links die 27 hoch
bis auf knapp 1.000m. Bei Enden verpasse ich rechts die Abfahrt durchs
Atnedalen auf der 219 nach Atnedal an der 3. Also weiter auf der 27 im
Gebirge/Fjell bis Folldal (mit -F-). Links ginge es auf der 29 rüber
zum nur 20 km entfernten Hjerkinn/Dovrefjell bleibe aber rechts auf
der 29 bis Alvdal zur 3. Rechts wieder runter bis in Atnedal mein
Verfahren ausgemerzt habe. Kurz drauf links ab bei Koppang die 30 hoch
über den Pass. Bei Akrestrommen rechts auf 217 - rechts auf 26 - und
links haltend auf 218 zur schwedischen Grenze. Ab dort ist es die 70
und suche bei Idre den C-Platz auf.
So. 25.7.; ab Idre weiter auf der 70 - Mora - Borlänge - Avesta - Sala
bis Enköping alles gut/flott zu fahren wegen Sonntag wohl. Ab Enköping
auf der E 18 nur noch Autobahn und nur noch knappe 60 Km bis
Stockholm. Die städtischen Wochenendheimkehrer ziehen den ganzen
Verkehr flott mit, also wollen wir auch noch durch bis Stockholm
fahren und machen dort unfreiwillig eine kleine Stadtrundfahrt bis wir
10 km ausserhalb unseren geplanten C-Platz nach 19 Uhr finden und
Siggi nur zwei Nächte bleiben will.
Montag 26.7.; wegen Reiseschecks welche nur an der Central Station/Hbh
eingelöst werden können ist wieder eine kleine Stadtrundfahrt dran,
dabei entdecke ich zufällig wo das Vasa-Museeum ist aber Heute es
nicht mehr schaffen. Nehme es mir ungeplant für den Morgenvormittag
vor denn Siggi hatte das Vasas-Museeum ,,schon abgeschrieben" für
sich. Dienstag 27.7.; die 10 Km nach Abreise vom C-Platz ins Zentrum
zurück schaffe ich schnell und finde auch sofort den Parkplatz vom
Vasamuseeum, von hier dieses Bild...
(Bild 43)


Lange Schlangen für die geführten Besucher, wir können rechts lang
vorbei und fixe rein...
(Bild 44)


... die original restaurierte Vasa...
(Bild 45)


... anschliessend will ich es noch bis zum C-Platz in Jönköping
schaffen und von dort am Abend das letzte Bild dieser wundervollen
Skandinavienreise...
(Bild 46)


Mi. 28.7.; Start gegen Mittag erst, habe Magenprobleme bekommen...
Erreichen aber wegen nur noch Autobahnen schnell Helsingborg - Malmö.
Also weiter über Oeresundbro- und Tunnel nach Dänemark/Kopenhagen.
Hier entscheide ich nach dem Tanken daß nun durchfahre bis Menden
wegen meinem Magen bevor es schlimmer wird.
Ankunft Hannover Mitternacht gegen 0:30 Uhr am Do. 28.7. und lade mit
Familie in Dreiviertelstunde aus. Ankunft Menden etwa 4:00 Uhr und
habe mit Pausen natürlich an einem Stück fast 1.200 Km sehr gut
geschafft ab Jönköping/Schweden.
Nach so 4 Std. unruhigen Schlaf war für mich die Womoreise zu Ende,
ich musste/wollte nach Hause weil Magenschmerzen kolikartige Züge
annehmen. Mit Taxi bis Unna zum Hbh; von dort per DB nach Hannover und
Do. 28.7. Mittag gegen 13:30 Uhr dann zu Hause.
Nun war nur noch ERHOLEN angesagt!

Fazit meinerseits...; würde sofort am liebsten mit wenigstens 6 bis 8
Wochen Zeit es wiederholen denn warum sollen Träume nicht 2x
wahr werden im Leben?????
Aber dann nur mit meiner lieben Frau denn sie musste schliesslich
gute 4 Wochen auf meine Nähe verzichten, Ihr meinen herzlichen Dank
dafür!

Auch an Heiko mein DANKESCHÖN dass er sein behindertgerecht umgebautes
Womo auch an Andere vermietet und so auch deren eventuelle Träume wahr
werden lassen kann...
Manne, der mit dem Fahrerjob..... :-) :-) :-)

 

Reisebericht von Nici und Thorsten

Unser erster gemeinsamer Urlaub sollte ein Städtetrip werden. Schnell war klar, dass wir Hamburg, Berlin, Leipzig und Dresden sehen wollten. Und das alles in einer Woche, also hieß es, wir mussten mobil sein. Nach der Recherche im Web sind wir dann bei Heiko gelandet der stolzer Besitzer und auch zum Glück Vermieter eines rolligerechten Wohnmobils ist. Im Oktober 2010 sind wir dann mal eben nach Oberhausen gefahren und haben uns das gute Stück angeschaut. Wir wären am liebsten gleich losgedüst weil das Wohnmobil unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat.

Nach der Buchung begannen wir dann ab Februar die Städtereise konkret zu planen. Dabei haben wir festgestellt, dass Hamburg und Berlin viel zu bieten haben. Für die anderen beiden Städte bleibt also keine Zeit. Ist aber nicht schlimm, denn das Wohnmobil können wir ja auch ein zweites Mal mieten.

Am 28. Mai ging es wieder nach Oberhausen das Wohnmobil abholen. Endlich. Nach einer tollen Einführung, in der Heiko uns alles erklärt hat ging es als erstes wieder nach Soest um das WoMo für die Woche zu beladen.

Am kommenden Morgen ging es dann los... nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir Hamburg. Der Stellplatz war schnell gefunden. Klasse, Entsorgung und Strom gab es inklusive. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten ging es zu den Landungsbrücken. Nach einer interessanten Hafenrundfahrt wartete der „König der Löwen“ auf uns. Wer es noch nicht gesehen hat sollte dies unbedingt machen, es lohnt sich.

Tag 2 in der Elbmetropole hatten wir für Sightseeing und shoppen reserviert. Eine Stadtrundfahrt gehört einfach dazu und man sieht in kurzer Zeit jede Menge. Am Abend ging es dann auf die Reeperbahn. Punkt acht Uhr: Die leicht bekleideten Mädels kamen auf die Straße, die Sperrstunde war vorbei, also durften sie Geld verdienen. Wir waren leider recht früh da, konnten aber ein bisschen des Flairs in uns aufnehmen. Muss man auch mal gesehen haben. Nach einem Astra und einem leckeren Cocktail ging es dann wieder heim.

Tag 3 in Hamburg führte uns wieder in Richtung Hafen. Die Speicherstadt wollte von uns unsicher gemacht werden. Das Miniatur-Wunderland ist sensationell und bietet jede Menge spannender Details. Danach ließen wir uns von Blinden durch eine absolut dunkle Ausstellung führen. Klingt abgedreht, ist es aber nicht. Man erlebt Alltagssituationen ähnlich wie ein Blinder. Sollte man echt mal gemacht haben. Man erlebt seine Welt vollkommen anders.

Zum Abschluss ließen wir es uns so richtig gut gehen. Steffen Henssler, ein angesehener Sternekoch, hat für uns ein 5-Gänge-Menü vom allerfeinsten bereitet.

Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin...

Das WoMo brachte uns sicher nach Berlin, aber dann ging der Horror los: Fahren IN Berlin, denn wir mussten zum Hauptbahnhof ein Verbundsticket kaufen damit wir die Öffentlichen während unseren Aufenthalts nutzen durften. Mit dem Rolli ein echtes Abenteuer, aber das ist eine andere Geschichte. Wir waren beide froh, dass wir mit dem Flaggschiff den berliner Verkehr schadenfrei überlebt haben. Der Stellplatz in Berlin war super. „Hallo Oberhausen“ wurden wir von einer echten berliner Schnauze begrüßt. Sie machte unsere Herkunft am Nummernschild fest... okay das WoMo kommt ja auch aus OB.

Nach einer kurzen Aklimatisierung ging es wieder los, Tegel erkunden. Alles, was man zum leben auf Achse braucht war fußläufig zu erreichen. Klasse.

Am nächsten Tag ging es in die Innenstadt. Brandenburger Tor, Madame Tussauds und Körperwelten waren toll. Alles recht weit auseinander, aber okay, Berlin ist eben kein Dorf. Am Abend hatten wir Karten für die Blue Man Group. Also ging es zum Potdamer Platz. Beeindruckend.

Tag 3: Sightseeing und shoppen. Das Flair in Hamburg war irgendwie schöner, aber das KaDeWe und das Lafayette muss man mal gesehen haben.

Tag 4: ging es dann in den berühmten berliner Zoo. Knut lebt zwar nicht mehr, aber hat sich dennoch gelohnt.

Nach einem kurzen Abstecher in Markttretwitz bei Schatzis Schwester sind wir am späten Sonntagabend dann wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.

Der Trip war anstrengend, aber total toll.

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Südwärts nach Italien

Im Oktober 2010 stand es fest: die Latein-Abschlussklasse unserer 16jährigen Tochter fährt im April 2011 nach Rom zur Abschlussfahrt. Da Victoria an einer seltenen Muskelerkrankung leidet kann Sie die 23stündige Busfahrt nicht mitmachen; zu Hause bleiben ist aber zu traurig.

Vicis Mutter macht sich auf die Suche nach einer Alternative und findet schnell im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten „RolliWoMo“ - geht so was???

Beatmung, Ernährung, Spezialmatratze, 160 kg Elektrorollstuhl, Stromversorgung, Hygiene, wo wird der Rolli befestigt, was ist wenn...überhaupt alles und dann noch im Ausland???? Unmöglich!

Da Heikos Wohnmobil nur 85 km von uns entfernt zu besichtigen ist, machen wir den Härtetest; fahren hin, auf den Lifter, reingefahren, passt ... passt??? Und der Rest - im Kopft ist schnell alles virtuell an Ort und Stelle. Schon wird reserviert. Und die „was ist wenn“ Geister spuken weiter im Kopf.

Bis zum 1. April 2011 :-) da hole ich das RolliWohnmobil ab, der Lebensraum für die nächste Woche wird eingerichtet - das gefühlte ganze Haus passt rein - und ab geht´s! Unser Vorteil: es ist noch „saure Gurkenzeit“ in der Campingwelt und alle Plätze warten förmlich nur auf uns...;-)

Erste Station „Allgäu“ Nähe Oberjoch - 18.00 Uhr wo können wir noch Übernachten? Aber die große Campingfamilie hält zusammen; per TomTom zum nächsten Campingplatz, „klar könnt Ihr noch rein...Rollstuhl, kein Problem“, Platz ist natürlich ebenerdig, alles gut, alles sauber, Gasthaus in 500m fußläufig. Kaputt fallen wir alle um 21.00 Uhr ins Bett! Nicht alle fallen, wir müssen in die Schlafhöhle klettern -geht aber auch gut; selbst das 3-4 malige Aufstehen nachts um Vici zu drehen spielt sich ein.

Am nächsten traumhaften Morgen ist das erste Frühstück in ungewohnter Küche schnell bereitet; Tisch aufgeklappt, Alles aus dem Kühlschrank, Eier gekocht (5 Minuten!), Kaffee aufgeschüttet - alles wie daheim.

Dann naht der erste Härtetest - Alpenüberquerung mit 14 % Lungenvolumen...wir haben extra einen der niedrigsten Alpenpässe ausgesucht. Ab gehts über den Fernpass und den Reschenpass (bild1) in traumhafter Alpenkulisse. Sauerstoffflasche und Beatmungsmaschine stehen griffbereit, kommen aber nicht zum Einsatz - alles war so toll, wer braucht da schon Sauerstoff??

Zweite Station ist Meran und dann zur Übernachtung im blühenden(!) Apfelfeld in Bozen (bild2). Da das Wetter einfach nur traumhaft ist, läuft das Leben ebenso und wir fühlen uns auf Achse schon so richtig zu Hause.

Morgens geht es weiter Richtung Peschiera an den Gardasee (bild3). Auf dieser Etappe sollten wir die Gier der italienischen Schreiner nach deutschen Rückspiegeln kennenlernen - auf einer engen Bergstrasse mussten wir diesen herben Verlust leider hinnehmen - glücklicherweise war das die einzige körpernahe Begegnung mit der italienischen Fahrkultur.

Nach einem Gang mit Mittagessen am Seeufer in Garda geht es an das offene Südufer zum Platz Bella Italia. 4 Campingsterne lassen uns gut schlafen.

Der nächste Tag führt uns weiter nach Süden Richtung Florenz. Nachdem wir zur Mittagszeit im Schwarm von hunderten italienischer Vespen das Stadtzentrum angstschweissgebadet durchquert haben, finden wir Zuflucht auf dem Camping Michelangelo - der Platz erwacht gerade aus dem Winterschlaf und ist noch nicht wirklich einladend hergerichtet. Aber...der berühmte Aussichtspunkt Piazzale Michelangiolo liegt nur 200 m entfernt und wir können über Serpentinen zu Fuss in die Innenstadt - ein Volltreffer. Am ersten Nachmittag geht´s natürlich über die Brücke der Brücken Ponte Veccio und in die tolle Innnestadt (bild4). Tag zwei in Florenz gehört ganz der alten Kunst im Galleria degli Uffizi; alles gut im Rollstuhl zu erreichen - nur der historische Pflaster-Bodenbelag ist für Rollifahrerrücken eine starke Belastung.

Die Trennung von Florenz wird erleichtert durch die Freude auf Lucca und Pisa. Lucca besticht durch das italienische Flair, die wunderschöne Altstadt mit der komplett erhaltenen, befahrbaren Stadtmauer. In Pisa (bild5) stellen wir uns nur 600 m vom Stadtzentrum auf den Campingplatz Torre Pendente. Auch hier ist man bei bestem Sonnenschein gut aufgehoben und kann auch mit Rollstuhl mal eben die Highlights besichtigen.

Mittags machen wir uns auf den Weg zum erwarteten Höhepunkt unserer Reise: Mittelmeer mit Palmen...! Das Meer ist schnell erreicht und die Promenaden stehen voller Palmen, aber die Italienische Strandkultur mit Strandbar an Strandbar lässt für Rollstuhlfahrer keine Lücke zu Strand und Meer. Wir scheitern im Sand des engen Weges zum Strand (bild6). Nicht mal sehen kann man das Mittelmeer. Unser nächster Versuch lässt uns zufällig in Lido di Camaiore halten; hier führt eine wunderbare Seebrücke „Bellavista Vittoria“ (bild7) auf Meer hinaus und lässt unseren Traum Wirklichkeit werden: Vici im Meer mit Palmen - that´s it !!!

Da die Woche sich stark dem Ende neigt, müssen wir leider wieder Richtung Norden und erreichen bereits am Abend Mailand und den nördlicher gelegenen Comer See; direkt an der Autobahn liegt hier ein schmuddeliger Campingplatz, der uns aber für eine Nachtschicht gute Dienste leistet.

Am nächsten Tag steht uns die zweite große Alpenüberquerung bevor. Da wir Richtung Bodensee möchten, geht es durch den 2.100 m hohen St. Bernadino Tunnel (bild8). Auch hier kommt unser Sauerstoff nicht zum Einsatz; Vici erträgt die geringere Sauerstoffsättigung mit Bravour und das Mittagessen im Schweizer Chur schmeckt uns allen sehr gut! Am späten Nachmittag erreichen wir einen tollen Campingplatz auf der Halbinsel Reichenau im Bodensee. Ein würdiger Platz um unsere Reise zu beenden. Der Sonnenuntergang (bild9) ist traumhaft und gibt uns Kraft am nächsten Tag die letzte Etappe zu bewältigen. Auch der Zwischenstopp in Wertheim Village Outlett wirkt stärkend für alle;-)

Am 10 April habe ich unser Heim auf Zeit dann nach 2.800 gemeinsamen Kilometern wieder abgegeben - schade; die Reise war ein Traum. Wir planen nun schon für 2012 eine kleine Frankreichexkursion...;-)

Allen viel Mut für Eure „unmöglichen“ Reisen!

Bild.1

Bild.2

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Bild.8

Bild.9

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Reisebericht von Daniela und Werner

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Bericht vom WDR Servicezeit

Unabhängig im Rolli-Wohnmobil 

Eine erfolgreiche Flug- oder Bahnanreise ist noch keine Garantie für einen gelungenen Urlaub: Bei vielen Rollifahrern folgt der Schock, wenn sie am Urlaubsort ankommen: Der Türrahmen ist zu schmal – der Rollifahrer kommt nicht ins Bad, plötzlich tauchen Treppen auf, von denen im Prospekt keine Rede war ... „Weil wir mit dem Rollstuhl auf Reisen schon so viele schlechte Erfahrungen gesammelt haben, kamen wir auf die Idee: Wir bauen ein Wohnmobil rollstuhlgerecht um“, Hier ist das Waschbecken hoch genug, damit auch ein Rollstuhl darunter passt, über dem Bett hängen Griffe, die ein Einsteigen ermöglichen, und natürlich ist auch die Fahrtechnik rollstuhlgerecht. „Das ist so ein schönes Gefühl, wenn der Vater wieder zu seiner Familie sagen kann: So, ich fahre euch jetzt in den Urlaub!“, Test-Rollstuhlreisender Dennis ist begeistert: „So gewinne ich als Rollifahrer endlich meine Unabhängigkeit zurück!“

Vom Rolli-Wohnmobil ist Dennis begeistert !!!

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Reisebericht von Gritli und Dieter, Juli.2010

Rundreise durch Süd- und Mittelnorwegen mit dem Rolli-WoMo aus Oberhausen

Herrliche, entspannte 3 Urlaubswochen im Juni 2010 zu Zweit (1 Fußgänger 67 Jahre, 1 Rollstuhlfahrerin ohne Gehmöglichkeit 65 Jahre) im behindertengerecht ausgestatteten modernen Wohnmobil mit hydraulischem Lift zum Ein- und Aussteigen, knapp 5.000 KM durch atemberaubende schöne Natur: Felsen, unzählige Wasserfälle (z.T. 182 m herabstürzend), Seen, Bäche, Quellen und immer wieder Fjorde. Fast unbewohnbare, schroffe Hochlande, dagegen liebliche Höhen mit Wiesen, Feldern und Obstplantagen in tieferen Lagen. Dort auch immer wieder kunstvoll aus Holz gestaltete Stabkirchen aus 1050 – 1250 inmitten einfacher Friedhöfe. So viele Blumen in großer Vielfalt, so viele z.T. freilaufende Schafe mit ihren Lämmern, Ziegen, Kühe, Urrinder, Pferde und Ponys.

Viele Wälder, viele Birken, Holz und nochmals Holz: Bauernhöfe, freistehend im Wiesengelände, meist rot gestrichen mit weißen Kanten am Dach, gut gepflegt. Auch in kleinen Städten vorwiegend Holzhäuser, auch in hellblau oder gelb gestrichen, mit Gärten voller Blumen, sehr selten Villen. Große Mittelpunktschulen, Unterricht bis zum Nachmittag.

Auffallend fröhliche Menschen, die auch gerne weiterhelfen, wenn es ein Problem gibt. Einige sprechen deutsch, fast alle englisch.

Im Juni wird es nie ganz dunkel in der Nacht und nachts um 2h glitzern die Seen besonders. Wir schliefen trotzdem immer gut, weil wir vom vielen entdecken und fahren recht müde waren. Mücken sahen wir erst am Ende unserer Reise im Süden. Sie konnten aber nie ins WoMo hinein, weil alle Fenster mit Fliegengitter versehen sind.

Das Fahren im recht großen WoMo wird erleichtert durch viele Extras: Starker Dieselmotor, Servolenkung. Automatik, zwei unterteilte Außenspiegel, eine Rückfahrkamera, ein Navigationssystem (das wir nur für weite Strecken benutzten). Ausgerüstet mit sehr guten Straßenkarten, fanden wir auch kleinste Winkel. Durch die hohen Sitze konnten wir die herrlichen Aussichten genießen.

Anfang Juni findet man immer einen Stellplatz ohne Vorbuchung auf allen Campingplätzen, ab und zu blieben wir auch am Ende kleiner Ortschaften oder in freier Wildbahn stehen (immer nur eine Nacht). Man hatte ja immer alle Annehmlichkeiten eines WoMo verfügbar.

Bei vielen Campingplätzen gab es Sanitäreinrichtungen extra für Behinderte, aber ab und zu fehlten Haltestange oder Duschstuhl. Bei ganz einfachen Campingplätzen fehlten diese ganz, dafür konnte man oft allein an einem schönen See stehen. Die Preise bewegten sich zwischen 16 und 30 Euro.

Sehr vorteilhaft fanden wir die zahlreichen Entsorgungsstationen (oft bei Tankstellen, aber auch bei Rast- und Campingplätzen), bei denen wir unser Brauchwasser ablassen und frisches Wasser tanken konnten, fast immer gebührenfrei.

Heiko`s WoMo hat uns gut nach Hause gebracht und wir träumen schon von unserer nächsten Reise!

PS. Unsere Reiseroute verlief wie folgt:Von Hirtshals (Dänemark) mit der Color Line nach Kristiansand, dann das schöne Städtchen Kragerö mit Camping Lovisenberg, Notodden mit Stabkirche Heddal, ab Geilo Panoramastraße 7 bis Bergen mit Wasserfall Vöringsfossen und Hochplateau Hardangervidda und Fähre Brimnes, dann Bergen, Voss und in Gudvangen die Fähre über den extrem engen Naeröfjord nach Kaupanger, dann in Solvorn mit der Fähre zur Stabkirchenach Urnes und zurück, weiter über Sogndal und Skei, Utvik, Stryn und das imposante Hochplateau um den Aussichtspunkt Dalsnibba (1500m, Schnee neben der Straße und Eis auf dem Bergsee) nach Geiranger und seinen Fjord (Camping Grande direkt am Fjord), über die Fähre beiEidsdalen nach Alesund (einem tollen Jugendstilstädtchen direkt am Meer), dann über den bekannten Trollstigen mit ständigen Serpentinen nach Andalsnes. Von dort durch das nach und nach lieblicher werdende Gudbrandsdal über Dombas (ruhiger Campingplatz) zur Stabkirche nach Ringebu, dann über den parallel verlaufenden, romantischen Schotterweg Peer Gynt vegen und über den Ormtjörnkampen Nationalpark nach Fagernes (sehr guter Campingplatz am See) und Stabkirche in Bagn mit freiem Stellplatz auf dem Parkplatz gegenüber der Kirche, dann nach Süden bis Larvik undmit der Color Line nach Hirtshals in Dänemark (die Color Line berechnet für diese 2 Überfahrten nur € 260 ;-).

Liebe Grüße Gritli und Dieter.

 

Rolli in Richtung Stadtkirche in Skien.

      

Nachtwächter in Skien.     

Dieter vor typischem Hofladen.

Campinplatz mit Hahn- und Huhnbesuch.

Frühstück am See. (Freier Stellplatz)

Modernes großes Norwegerhaus.

Elch im Museum. (sonst nur auf Straßenschildern gesehen !!)

Gebirgslandschaft mit einsamen Häusern.

Peer-Gynt-Vegen in typischer Landschaft.

Stabkirche Heidal mit typischer Birke.

Gritli beim Auschecken.

Weitere Stabkirche mit üblichem Friedhof.

Eine der zahlreichen Stabkirchen.

Eine letzte Stabkirche.

Kristin Lavransdotter aus dem Mittelater. (sehr verehrt)

WoMo vor zu  niedriger Campingplatzeinfahrt.

Modernes Norwegenhaus mit typischen Grasdach.

Moschusochse in Dombas (Moschussafari möglich)

Trollfamilie.

Rückwand des Trollstigen.

Noch einer der Zahlreichen Wasserfälle.

Wasserfall vom Trollstigen aus gesehen.

Steinmännchen im Gebirge. 

Hafenidylle in Alesund.

Alesund am Meer.

Blick auf Ende Geirangerfjord.

Troll in Geiranger.

Postschiff Hurtigruten im Geirangerfjord. (Blick vom Campinplatz Grande.

Serpentinen am Trollstigen.

Nebel, Eis auf See und WoMo. :o)

Aussichtspunkt in 1500m Höhe.

Gletscher über Tunneleinfahrt.

Urrinder.

Solvorn/Lustrafjord gegenüber der Stabkirche Urnes.

Mit der Fähre auf dem Naeroyfjord.

Wunderschöner Wasserfall hinter Gehöften.

Nacht auf dem Campingplatz.

Ehemalige Handelskontore in Bergen.

Gritli geliftet :o)

Abendstimmung, 24Uhr auf Campingplatz.

Wasserfall Vöringsfossen.

WoMo vorm Bergsee Hardanger.

Steinfiguren und Eis auf Bergsee.

See und Berglandschaft/Campingplatz.

See auf Campingplatz.Lovisenberg.

Campingplatz Lovisenberg bei Kagerö.

Fähre in Hirtshals/Dänemark.

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Reisebericht von Barbara und Gerard

25 Jahre verheiratet und der fünfzigste Geburtstag von Barbara sind
Gründe spezielle Ferien zu erleben: 4 Wochen lang mit einem
rollstuhlgängigen Wohnmobil zum Nordkap, das wäre doch was! Ein Blick
auf die Karte hat gezeigt: 8000 bis 9000 Kilometer bis zum Nordkap und
zurück ist unrealistisch. Eine Rundreise nach Lust und Laune in
Skandinavien klingt auch viel versprechend.

Bei der Suche nach einem entsprechenden Mietwohnmobil sind wir schnell
auf www.rolliwomo.de gestossen. Die Seite hat uns gut gefallen, zwei
Wochen nach dem ersten sympathischen Telefongespräch war der Vertrag perfekt.
Jetzt hieß es nur noch warten.

In Oberhausen angekommen, bin ich zuerst erschrocken: dieses Riesen
Fahrzeug sollte ich jetzt 4 Wochen lang fahren! Doch die Vermieter
haben mir Mut gemacht "das schaffst du schon", so konnte ich halbwegs
entspannt den Instruktionen zuhören: Frischwassertank füllen,
Fäkalientank leeren, Kühlschrank umstellen, Gasflaschen wechseln,
Bedienung des Rollilifts, Tempomat, all das sollte ich ab sofort
beherrschen können. Jetzt war es soweit. Alles verstaut, die Rollstühle
von Barbara festgezurrt, auf dem Navi die Adresse eines Supermarkts um
einzukaufen. Vorsichtig setzte ich das Wohnmobil in Bewegung und siehe
da, ich habe es an den Bäumen mit den tiefen Ästen
vorbei geschafft. ;o)) Nach dem Einkauf fuhren wir noch ein Stück zur
nächsten Raststätte um die erste Nacht im Schneckenhaus zu verbringen.
Nach einem wärschaften, deutschen Nachtessen vielen wir beide todmüde
ins Bett.

Noch zwei Tagen auf deutschen und dänischen Autobahnen und einem
Aufenthalt auf einem hübschen Campingplatz in Dänemark, trennte uns nur
noch eine gigantische Brücke von Schweden. Die Brücke ist aufgehängt an
Stahlseilen, dicker als Elefantenbeine, darunter das weite Meer, es war
sehr eindrücklich.

Mit Hilfe des Buches "mit dem Wohnmobil durch Südschweden" aus der
WOMO-REIHE www.womo.de und dem ADAC Campingführer, der glücklicherweise
zur Ausrüstung unseres Wohnmobils gehörte, suchten wir nun jeweils unser
nächstes Ziel. Mit dem Navi fanden wir es auch jedes mal. Wir haben
wunderschöne Orte besucht. Natur pur! Jedes mal mussten wir von neuem
staunen, wie großartig diese schwedische Landschaft ist. Wir genossen
die Einsamkeit in vollen Zügen.

Durch die völlige Abhängigkeit von Barbara im Wohnmobil, mussten wir
lernen den Tagesablauf zu organisieren. Dies hat etwa zehn Tage
gedauert. Unsere Tage waren erfüllt von alltäglichen Arbeiten, die
gemacht werden mussten, aber ohne jeglichen Termindruck. Jeden Abend
sanken wir todmüde aber erfüllt ins Bett.

Die Menschen, die wir getroffen haben, schienen mir geerdet. Nie
Hektik, auf den Strassen, wo wir doch eher gemächlich fuhren, kein
Drängeln, sondern geduldiges Warten, bis sich eine Gelegenheit zum
Überholen bot. Respekt gegenüber der Natur und den Mitmenschen haben
wir immer wieder erlebt.

Auf den Campingplätzen war dann retablieren angesagt. Duschen (dabei
hat uns der Duschrollstuhl sehr geholfen), richtig abwaschen, Wäsche
waschen, Frischwasser tanken und Fäkalien entleeren. Nach zwei Tagen
waren wir dann jeweils wieder froh in die Einsamkeit fahren zu können.

An einem Ort, nach 4 km Waldweg fanden wir einen kleinen Platz an einem
See. Wir konnten das Wohnmobil gerade wenden und waren auf unserem
privaten Grundstück mit Seeanstoss. Nach 5 Minuten kam ein zweites
Wohnmobil, Zürcher!! Die mussten mit einem Platz im Hinterland vorlieb
nehmen.

Einmal waren wir froh unser Schneckenhaus dabei zu haben. Wir hatten
einen wunderbaren Platz an der Ostküste auf Öhland gefunden. Direkt am
Meer, absolut einsam. Nach einem Spaziergang sahen wir von weitem ein
Hochzeitspaar. Kein Wunder, die wollten an diesem schönen Ort Fotos
machen, dachten wir. Als wir näher kamen, sahen wir neben unserem
Wohnmobil Lautsprecher, es wurde ein Soundcheck gemacht. Das Paar wollte
diesen Abend neben "unserem" schönen Schlafplatz Hochzeit feiern. Wir
haben unsere sieben Sachen zusammengepackt und sind geflüchtet.

Nach einer Stunde waren wir an einem ebenso schönen Ort und konnten
eine ruhige Nacht verbringen. Am anderen Morgen wurde ich durch klopfen
geweckt. Ich schaute zum Fenster hinaus und traute meinen Augen nicht:
es standen Kühe um das Wohnmobil herum. Nach kurzer Zeit trabte die
ganze Herde ins Meer, labte sich kurz am Salzwasser und ging von dannen.
Ich glaubte zu träumen: eine Alp mit Meeranstoss!

Die Einsamkeit wurde uns einmal fast zum Verhängnis. Es war auf der
Heimreise wir wollten zügig vorankommen. Der Tank war halb voll, als wir
an einer Tankstelle vorbei fuhren. Die Landschaft wurde immer einsamer.
Kein Zeichen von Zivilisation, keine Tankstelle, keine Ausfahrt. Die
Tankanzeige fiel immer mehr gegen Null. Endlich eine Ausfahrt: links 4
km rechts 13 km bis zum nächsten Dorf. Ich wähle links. Beim Dorfeingang
ist ein Minikreisel, ich will in die Hauptstrasse biegen: gesperrt!! Ich
fahre ziellos und genervt durch das Dorf, endlich rechtzeitig eine
Tankstelle. Schwein gehabt. Diese Erlebnis war das schlimmste in diesen
Ferien.

Nach vier Wochen, konnten wir ohne Zwischenfälle aber um viele
Eindrücke reicher, das Wohnmobil wieder abgeben.

Bild 1. dies ist der erste Campingplatz Söro in Dänemark.

Bild 2. Torup, ist ein Schloss mit einer schönen Umgebung. Es ist ein Freizeitgebiet der Schweden.

Bild 3. Ranarp, ein kleiner Hafen und Strand an der Westküste.

Bild 4. Solvik, ein Campingplatz. Hinter den Felsen im Hintergrund ist das Meer.

Bild 5 bis 7. Dalskog, einer der bestgepflegten Badeplätze den wir gesehen haben.

Das Plumpsklo für ZWEI ist witzig.

Bild 8. Värsjö, der einsamste und abgelegenste Platz. Die einzigen Nachbarn waren Zürcher.

Sie sind 5 Minuten später gekommen. Wir hatten also den besseren Platz.

Bild 9. Multen, auch ein schönes Plätzchen.

Bild 10. Balsjö, dies ist die Lieblingsbeschäftigung der Schweden.

Es gibt dort fast nur freistehende Einfamilienhäuser und darum herum englischer Rasen.

Bild 11 und 12. Tättö, Camping mit einem schönen Strand und Sonnenuntergang.

Bild 13 bis 16. Ödängla, die Strasse dorthin war Anwohner gestattet.

(Wir wollten ja dort wohnen, also sind wir durch gefahren.

Es hat sich auch niemand daran gestört.

Bild 17. Gaordbyhamn, ein wunderschöner Ort an der Ostküste der Insel Öland.

Bild 18.Vorbereitungen für eine Hochzeit am Abend.

30 Meter neben dem WoMo.

Wir haben unsere Sachen gepackt und sind Weiter...

Bild 19. Sanbyborg, hier sind wir nach 30 Minuten Fahrt gelandet.

Es ist ein Vogelparadies.

Viele Schweden kommen mit Fernrohren um die Vögel zu beobachten.

Diese Kühe haben uns am Morgen geweckt. Ich glaubte  ich Träume: Meer auf der Alp gibts doch nicht.

Bild 20. Auf Öland gabs viele solcher Windmühlen.

Bild 21. Dälskars, Campingplatz an der Südküste.

Bild 22. Nybostrand, ein ganz kleiner Campingplatz mit einem Strand wie in der Karibik.

Wir werden diese Ferien niemals vergessen.

Es war eine wertvolle Erfahrung.

Vielen Dank für alles.

Liebe Grüße Barbara und Gerard

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Reisebericht von Marie-Therese und Peter aus Geilenkirchen

Unsere Frankreichreise. Mai 2010

Als wir im Herbst 2009 von unserem Sohn erfuhren, dass er im kommenden Frühjahr seine große Liebe heiraten wolle, hat uns das sehr gefreut. Der Haken an der Sache war nur, dass die Hochzeit in der Nähe von Bordeaux, also im Südwesten Frankreich stattfinden sollte. Ich muss vorwegschicken, dass meine Frau aufgrund einer Erkrankung seit nunmehr acht Jahren zumindest überwiegend auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Den Alltag kriegen wir beide ja mitunter ganz gut bewältigt, doch eine Reise bis an die Pyrenäen gehört normalerweise nicht zu unseren Alltagsablauf. Von unserem Wohnort in Geilenkirchen aus ist Bordeaux etwas mehr als 1000 km entfernt.

Die Planungen für einen normalen Urlaub in Deutschland erfordern oftmals schon einigen Aufwand, was die Suche nach geeigneten Herbergen angeht. Da muss in aller Regel ein rollstuhlgerechtes Hotelzimmer gesucht werden, in dem Bett und Toilette sich zumindest auf eine Höhe von ca. 75 cm verstellen bzw. umbauen lassen. Mithilfe des mitgeführten eigenen Toilettenaufsatzes lässt sich das eine Problem meistens lösen, wobei die Sache mit dem Bett sich oftmals etwas schwieriger darstellt. In der Vergangenheit haben wir deshalb schon häufiger auf Kurhotels zurückgegriffen, die einer Kurklinik angeschlossen sind. Doch wie gesagt, dass kann man für einen Urlaub in Deutschland alles im Vorfeld regeln.

Für eine Reise quer durch Frankreich erschien uns das alles doch etwas problematisch, wollten wir doch keinen Schiffbruch erleiden. Doch bei der Hochzeit unseres Sohnes wollten wir natürlich dabei sein, ist doch klar.

Meine Frau suchte wie besessen nach Alternativen. Die Möglichkeit einer Flugreise wurde schon früh verworfen, denn mit Rollstuhl, Rollator, Toilettenaufsatz und weiterer erforderlicher Ausstattung zum Gepäck schien uns diese Art zu reisen schier unmöglich. Zumal die Route über Amsterdam und London führen sollte, Gesamtreisezeit mit Zwischenaufenthalten mehr als 9 Stunden. Ähnlich hatten wir uns die Fahrt mit der Bahn ausgemalt. Bepackt wie die Lastesel zum Bahnhof, umsteigen in Aachen und dann mit dem Thalys nach Paris. Von Paris Nord mit der Metro nach Paris Süd und von dort aus weiter nach Bordeaux, nein danke, geht gar nicht. Aber wie kommen wir zur Hochzeitsfeier unseres Sohnes??

Ich muss schon sagen, wenn sich meine Frau etwas in den Kopf setzt, dann gibt sie nicht eher Ruhe, bis sie fündig geworden ist. Irgendwann kam ihr dann die Idee, die Reise mit einem Wohnmobil durchzuführen. Ein normal ausgestattetes Wohnmobil kam von Anfang an nicht in Frage, es musste eines für Rollstuhlfahrer geben, davon war sie überzeugt. Also, meinte sie, bei Google wird sich schon etwas finden. Aber unter „Wohnmobil für Rollstuhlfahrer“ war die Ausbeute gar nicht so üppig. Bei „ ROLLSTULGERECHTES WOHNMOBIL ZU VERMIETEN !!! wurde sie ganz nervös, dass war`s, und dann gibt es das auch noch hier bei uns in Nordrhein-Westfalen. Laut Belegungsplan war das Mobil zudem in den kommenden beiden Tagen nicht vermietet.

Deshalb wurde gleich am nächsten Tag ein Telefonat mit Heiko geführt. Der bot uns an, uns das Fahrzeug doch einmal unverbindlich anzusehen. Gesagt, getan. Kurze Zeit später saßen wir in unserem Opel Zafira mit Ziel Oberhausen. Das nach der letzten Fahrt wohl gerade frisch geputzte Wohnmobil stand vor dem Haus Rothofstr. 95. Heiko hatte uns schon erwartet, und nachdem wir uns miteinander bekannt gemacht hatten, zeigte er uns alles, was man über das Fahrzeug wissen muss und noch vieles mehr. Uns war sofort klar, wenn wir im kommenden Jahr Richtung Bordeaux reisen, dann bestimmt mit diesem Wohnmobil.

Unser Sohn und seine zukünftige Ehefrau hatten zwischenzeitlich mit Hilfe der Eltern in Frankreich einen Hochzeitstermin festgezurrt, und zwar den 10. April 2010. Eigentlich noch recht früh im Jahr, um mit einem Wohnmobil auf Tour zu gehen, so waren unsere Bedenken, doch anderseits könnte das Wetter auch Anfang April schon mit schönen Tage aufwarten. Fest entschlossen, das RolliWoMo für unsere Zwecke zu nutzen, wurde es schon im September 2009 fest gebucht. Weil wir mit der Reise zur Hochzeit unserer Kinder auch noch ein paar Tage Urlaub in Frankreich, speziell an der Atlantikküste verbringen wollten, machten wir gleich 15 Tage fest, und zwar vom 02. bis 16. April.

Und heute sagen wir überzeugt, wir haben es nicht bereut. Die Fahrt mit dem RolliWoMo war ein echtes Erlebnis. Im Vorfeld hatten wir uns übers Internet schon einige Campingplätze entlang der möglichen Route etwas genauer angesehen. Viele Plätze öffnen nach der Winterpause jedoch erst am 01. April, aber dennoch hatten wir reichlich Auswahl. Toll ausgestattete Campingplätze haben wir während dieser 15 Tage angesteuert, unser „ eigenes Zuhause“ hatten wir immer dabei, optimal ausgestattet und auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten, einfach nur toll. Die gesamte Reisezeit war so etwas von relaxt, doch uns war es noch wichtiger, an den Tagen vor und nach der Hochzeit alles ruhig und entspannt angehen zu können. Rückblickend können wir sagen, dass wir durch die Nutzung des RolliWoMo einen schönen, unbeschwerten und stressfreien Urlaub verlebt haben. Zwar hatte der Wettergott nicht an allen Tagen nur schönes Wetter und warme Temperaturen für uns im Angebot, doch für meine Frau war es schon wichtig, auch an kalten und Regentagen nicht auf ihre tägliche Dusche verzichten zu müssen, dank des RolliWoMo. An der Atlantikküste machten wir gute Erfahrungen mit dem Campingplatz in Zarautz auf spanischer Seite, ganz in der Nähe von San Sebastian, herrlich, hoch über dem Meer gelegen. Aber auch bei den Plätzen in Frankreich, z.B. in Biarritz, Bidart, ein Platz nahe der Küste bei La Rochelle, nur einen Steinwurf entfernt von der „ Ile de Re“, wurden wir nicht enttäuscht. Überall war man sehr zuvorkommend und hilfsbereit, meistens bot man uns zudem Stellplätze in der Nähe der Sanitärbereiche an, oft waren es nur wenige Schritte zur Dusche und Toilette. Unsere Reise führte weiter entlang der Küste nach Pornic und von dort nach Quimperlé, der Partnerstadt unserer Heimat Geilenkirchen in der Bretagne. Von hier aus war es nicht mehr weit bis Le Mont St. Michel, also schaut man auch dort einmal vorbei. Wie bei allen Sehenswürdigkeiten hatten wir diese Idee nicht alleine, dementsprechend voll war dann schon am Vormittag der riesige, vorgelagerte Parkplatz. Trotzdem nimmt man auch solche Eindrücke natürlich gerne mit. Beeindruckend waren auch die für hiesige Verhältnisse außergewöhnlichen Brückenbauwerke. Aus der Ferne will man gar nicht glauben, dass man da heile rüber kommt. So wird die Seine bei Le Havre von einem solchen Bauwerk überspannt. Auf der einen Seite geht es steil nach, auf dem Höhepunkt hat man bei guter Witterung eine faszinierende Fernsicht, und auf der anderen Seite geht es genau so beeindruckend wieder talwärts.

Die Hochzeit war natürlich- gar keine Frage- ein ganz tolles Fest, wir haben viele schöne Städte in Frankreich gesehen oder zumindest durchfahren, und die Fahrt mit dem RolliWoMo war trotz der letztlich ca. 4000 gefahrenen Kilometern wirklich entspannend,. Leider waren die 15 Tage natürlich, wie immer, viel zu schnell vorbei. Doch der nächste Urlaub kommt bestimmt, und nach diesen Erlebnissen ist auch schon wieder eine Fahrt nach Frankreich anvisiert. Beim nächsten Mal wollen wir allerdings in den Sommermonaten auf Tour gehen, wenn es aller Wahrscheinlichkeit nach etwas wärmer ist, als es jetzt war, und dann sicherlich wieder mit dem RolliWoMo von Familie Golenia.

Toll, dass es dieses Fahrzeug gibt.

Marie-Therese und Peter aus Geilenkirchen

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Reisebericht von Martina, Christoph, Ben & Paul.

Urlaub 23.09.2009-02.10.2009

Ehrlich gesagt, war ich sehr skeptisch, ob das alles so klappt, wie sich das Martina vorgestellt hatte. Immerhin wollte sie mit mir und den beiden Kindern Ben und Paul eine ausgiebige Rundreise unternehmen. Man muss wissen, Ben ist ein Landseer von ca. 63 kg und Paul – der älteste – ein Graupapagei.

Nach 6 Jahren unglücklicher Reiseumstände in unmöglichen Übernachtungseinrichtungen und Ärger bezüglich der Tiere war klar, dass wir eine andere Lösung benötigen. Behindertengerechte Hotels und Pensionen liegen entweder fern der Route, oder halten nicht das, was sie versprechen. Wer unter ähnlichen Umständen reist, der weiß, wie groß der Stress in unbekannter Umgebung ist.

Da entstand die Idee, mit einem Wohnmobil zu reisen, das rollstuhlgerecht umgebaut sein sollte.

Auch hier gibt es eine Reihe von Angeboten in Deutschland zu finden, aber leider meist nicht für Haustiere. Das Treffen auf die Webseite von Familie Golenia war dann ein echter Knüller. Alles, was wir gesucht hatten wurde hier geboten. Das mussten wir probieren...

Aber auch hier hatte ich Bedenken, die Kiste schien doch mächtig groß zu sein, komme ich damit überall hin? Immerhin wohnen unsere Verwandten und Bekannten nicht immer direkt an einem LKW Autohof.

Heiko hatte schon gleich allen Wind aus den Segeln genommen und ich muss gestehen, er hatte auch Recht. Die Eingewöhnungsphase war erstaunlich kurz und nach ein paar Minuten fährt es sich ganz entspannt. Aber noch wichtiger, Martina konnte sich im Inneren selbständig bewegen, Duschen und Toilette waren gut zu bedienen. Wir fühlten uns so wohl, dass die Reise bis an den Züricher See führte, wo wir einen herrlichen Sonnentag verbrachten. Und das im Oktober.

Wir hatten wirklich Glück, kein Regen und überall bei unseren Freunden einen tollen Empfang. So hatten wir uns das vorgestellt. Darauf hatte Martina sehr lange warten müssen.

Wir freuen uns auf die nächste Fahrt. Wir hatten sehr schnell den nächsten Urlaub gebucht und im Mai 2010 geht es wieder auf die Reise.

Liebe Familie Golenia, vielen Dank für alles.

Martina, Christoph, Ben & Paul.

Bild 1. Päuschen am Züricher See

Bild 2. Campingplatz am Züricher See

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